Dynamische Raster – Vasarely & Adrian – 8A


Im Rahmen des Unterrichts im Fach Psychologie und Philosophie besuchten die Schüler*innen der Klasse 8A die Ausstellung „Vasarely & Adrian – Dynamische Raster“ in der Albertina Modern. Die Künstler Victor Vasarely (1906 – 1997) und Marc Adrian (1930 – 2008) zeigen als bedeutende Vertreter der Optical Art wie Kunst Wahrnehmung beeinflussen und die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Illusion verschwimmen lassen kann. Vasarely und Adrian spielen mit Farben, Kontrasten und geometrischen Formen und schaffen Werke, die zu vibrieren, zu schweben oder sich zu bewegen scheinen. Ihre faszinierenden Bildwelten laden zum Entdecken, Vergleichen und Staunen ein. Beim genauen Hinsehen eröffnen sich immer neue Perspektiven und überraschende Effekte. Die Welt der Op Art stellt das Sehen auf die Probe und befasst sich mit Kernfragen, wie viel Wissen wir durch unsere Sinneserfahrungen und wie viel durch unsere Vernunft erwerben, ob es Grenzen der Erkenntnis gibt oder wie der Mensch überhaupt zur Erkenntnis gelangt. In diesem Sinne stellen die Werke gelungene Inszenierungen dar, welche die Sichtbarmachung von Täuschungsprozessen und das Hervorrufen von Überraschung beim Betrachten intendieren. Diese Augentäuschungen laden dazu ein über das Verhältnis von Wahrnehmung und Wirklichkeit nachzudenken, wesentliche Aspekte, welche sowohl in der Wahrnehmungspsychologie, als auch in der Erkenntnistheorie behandelt werden. In einer Dialogführung wurde unter anderem darauf hingewiesen, dass die Werke große Aktualität aufweisen, weil sie uns dazu herausfordern unseren gegenwärtigen Umgang mit medialer Täuschung neu zu hinterfragen.


Mag.a art. Constanze Greilhuber

Quellen: Holzhey, Magdalena: Vasarely, Köln 2005