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Die Fachgruppe der Religions- und EthiklehrerInnen haben am 29.4. ihre Reihe „Begegnung – Orientierung“ mit dem Direktor der Wiener Caritas, ...

 

 

„Begegnung – Orientierung“: DDr. Michael Landau zu Gast

 

Die Fachgruppe der Religions- und EthiklehrerInnen haben am 29.4. ihre Reihe „Begegnung – Orientierung“ mit dem Direktor der Wiener Caritas, DDr. Michael Landau fortgesetzt.

Schnell wurde die Bibliothek in einen schulgemäßen Hörsaal verwandelt und ca. 90 SchülerInnen der 5 und einer 8.Klasse folgten der Einladung des katholischen und evangelischen Religions- und des Ethikunterrichtes.

Michael Landau erzählte professionell und mit Herz aus seinen Arbeitsfeldern.
Er entstammt einer Familie, diem interreligiöse Wurzeln hat: Der Vater hat jüdische Wurzeln, die Mutter kommt aus der römisch-katholischen Tradition.
Michael Landau wählt nach der Matura den Weg eines Molekularbiologiestudiums, Abschluss mit Promotion, danach ist an wissenschaftliche Karriere gedacht.

Es kommt anders: Theologiestudium, Eintritt in das Wiener Priesterseminar, auch hier: Abschluss mit Promotion. Hier kommt dann quasi über Nacht Mitte der 90iger Jahre der Auftrag, die Caritas in Wien zu leiten.

Grundsätze der Arbeit für M. Landau sind:

Die Caritas ist dort tätig, wo Menschen an den Rand des Lebens oder am Rand der Gesellschaft stehen. Hier gilt es, Armut zu sehen und zu bekämpfen – im Kleinen und im Großen.

Schlüsselerlebnisse als Caritasdirektor:

Begegnung mit Obdachlosen in Kellern von Abbruchhäusern, die ansteckende Fröhlichkeit von Menschen mit Behinderung im Vergleich zu den griesgrämigen Gesichtern in der Wiener Strassenbahn.
Caritas versteht sich als eine Organisation, die katholisch verwurzelt ist, aber ohne Ansehen der Person weltweit Hilfe leistet. Mit zahlreichen NGO`s – auch kirchlichen – gibt es Kopperationen in verschiedenen Bereichen, zB der evangelischen Diakonie.
Weit ist das Arbeitsfeld: Streetwork für Jugendliche in Wien: Busse, die als Suppenküchen durch`s nächtliche Wien fahren, Arbeit mit behinderten Menschen, Altenarbeit, Hospizbewegung, Mutter-Kind-Häuser.

Ist nun die Caritas ein Teil der Kirche oder müsste nicht zuerst die Caritas stehen und dann die Kirche?  Wenn sich Menschen mit dem Christentum beschäftigen, sollte klar sein, Einsatz für Arme und Ausgegrenzte gehört zum christlichen Grundauftrag. Michael Landau erinnerte an die Tradition der Propheten im Alten Testament in Fragen von Frieden und Gerechtigkeit und im Neuen Testament an den Grundsatz, dass Menschenliebe und Gottesliebe untrennbar zusammengehören (Wer`s nachlesen will: 1.Joh.4, 19 – 21).

So gesehen wird die Caritas zu einem „sozialen Brandmelder der Gesellschaft“.

Bewegende Fragen der SchülerInnen werden von M.Landau geduldig beantwortet.
Auch SchülerInnen der Kundmanngasse sind aktiv geworden, um ihren caritativen Einsatz zu bezeugen: sei es beim Sammeln von Geldern für Erdbebenhilfe oder Sammeln von Lebensmitteln für das Caritasprojekt „LEO“.

Soziales Engagement ernst nehmen heißt, den Willen zu einer gerechten Welt für Alle nicht aus den Augen zu verlieren und sich nicht mit strukturellen Ungerechtigkeiten abzugeben.

Deshalb: Sehen – Urteilen – Handeln!

Herzlichen Dank an Direktion und Bibliotheksleitung für Good Will und Unterstützung.


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