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Zu Besuch im jüdischen Museum

davidstern

menorah


Im Mai 2010 besuchten wir das jüdische Museum am Judenplatz in der Wiener Innenstadt. Zuerst besichtigten wir die alte Synagoge, von der nur noch Überreste vorhanden sind. Trotzdem konnte man ihre Grundrisse, wie zum Beispiel den Toraschrein, noch gut erkennen. Unsere Führerin erzählte uns sehr viel. Leider durften wir die verbliebenen Steine nicht anfassen, obwohl es sehr interessant wäre, zu wissen, wie sich damalige Baumaterialen anfühlen.

Weiter ging es auf den Judenplatz, wo wir das Mahnmal genauer unter die Lupe nahmen. Es besteht aus sehr vielen Büchern, von denen man aber nur die Vorderseiten sieht, und keinen Titel. Sie sind ein Symbol für die Tausenden Juden, die im zweiten Weltkrieg ermordet wurden, deren Geschichte aber unbekannt ist.

Danach wurden wir durch eine Sammlung jüdischer Gegenstände, im Museum in der Dorotheergasse, wie zum Beispiel Toramäntel, Torawimpel, Zeigestäbe und Torakronen, geführt. In dieser Sammlung war auch eine Kiste, voll mit alten Büchern und Erinnerungsstücken. Die Geschichte dazu fand ich sehr berührend, darum möchte ich sie kurzgefasst erzählen:

Im zweiten Weltkrieg floh eine junge Jüdin ohne ihre Eltern nach England, um sich dort vor den Nazis zu verstecken. Ihre Mutter gab deshalb eine Kiste mit persönlichen Erinnerungsstücken bei einer jüdischen Zentrale ab. Nach dem Krieg versuchte man die geflohene Jüdin ausfindig zu machen, doch der Versuch scheiterte. Daraufhin wurde der Karton an das jüdische Museum weitergegeben. Dort probierte man auch wieder, die mittlerweile schon alte Frau ausfindig zu machen und diesmal klappte es. Sie lebte noch immer in England. Sie selber kam sogar extra nach Wien, um sich den Karton anzusehen. Sie nahm sich einige Stücke mit, doch den größten Teil ließ sie in Wien zurück. Leider ist sie schon vor längerer Zeit gestorben, doch dank einer Verfügung, bekam das Museum alle Gegenstände nach ihrem Tod zurück.

Zum Schluss der Führung gingen wir noch in einen Raum, in dem viele große Tafeln waren. Jeder sollte das, was ihm oder ihr am besten gefallen hatte, darauf zeichnen.

Dieser Vormittag war sehr informativ und wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.

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