Am Montag, dem 19. November, besuchten wir, die Schüler*innen der 7D, gemeinsam mit Frau Prof. Zoidl einen Workshop zum Thema Gehörlosigkeit im „Hands Up“ im zweiten Bezirk. Für eine Stunde verzichteten wir durch das Tragen von Kopfhörern auf unseren Hörsinn und tauchten in die Welt der Gebärden ein.
Die Probleme, mit denen sich gehörlose Menschen jeden Tag konfrontiert sehen, sind vielfältig. Es war beispielsweise spannend zu merken, wie schwierig es plötzlich wurde, die Aufmerksamkeit anderer zu bekommen. Unsere Guides machten dies zum Beispiel, indem sie mehrmals mit dem Fuß auf den Boden stampften. Auch das Lippenlesen probierten wir aus, wobei wir feststellten, dass Laute wie „o“, „m“ und „f“ leichter zu erkennen sind als die Buchstaben „g“, „k“ und „h“. Tatsächlich werden durch Lippenlesen nur etwa 30 Prozent der Informationen weitergegeben, was dem Stellenwert von Gebärdensprache verdeutlicht.
In einer Wohnung eines imaginären gehörlosen Menschen wurde uns gezeigt, wie barrierefreie Klingeln oder Wecker funktionieren – nämlich über Lichtsignale oder Vibrationen. Auf einer Bühne konnten wir fühlen, wie unterschiedlich sich Heavy Metal, Jazz oder Rap anfühlen, auch wenn sie nicht hörbar sind. Außerdem spielten wir „Stille Post“ mit kurzen Geschichten in Gebärdensprache und stellten fest, dass es gar nicht so leicht ist, sich eine Abfolge von Bewegungen einzuprägen und diese auch sinnvoll zu reproduzieren. Interessant zu beobachten war, welche zentrale Rolle dabei auch eine lebendige Mimik spielt. Schließlich haben wir auch ein paar Gebärden gelernt, die wir garantiert so schnell nicht vergessen werden.
Quiz für neugierige Leser*innen: Welche Gebärde bedeutet wohl
… Applaus?
… „ich liebe dich“?
… Österreich?
… WC?
… Hase?
… Hund?
… oder Party?
Lösungen bekommt ihr von den Schüler*innen der 7D! 😊





