18. – 21. 11. 2025
Text von Magdalena Daurer, Pamina Fürst (beide 8B) und Tabea Gartler (6C)
Von 18. Bis 21. November nahmen wir, drei Schülerinnen der 6c und 8b, gemeinsam mit Frau Professor Dworschak am Festival Augenblick in Straßburg teil.

Dieses Filmfestival widmet sich jedes Jahr im Herbst dem deutschsprachigen Kino und zeigt aktuelle Filme, Dokumentationen und Kurzfilme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Um an der Europäischen Schüler:innenjury teilnehmen zu können, mussten wir im Vorfeld ein Motivationsschreiben und eine Filmkritik verfassen. Wir sollten darin über einen Film schreiben, den wir kürzlich gesehen hatten und erklären, warum er uns besonders gut oder auch weniger gut gefallen hat. Durch dieses Verfahren wurden die Juryplätze vergeben.
Während unseres Aufenthaltes in Straßburg waren wir gemeinsam mit weiteren Jugendlichen aus Dresden, Basel, Straßburg und Guebwiller Teil der Europäischen Schüler:innenjury für Kurzfilme, die uns während des Aufenthaltes in Straßburg gezeigt wurden. Von neun Kurzfilmen hatten wir die Ehre den besten Film auszuwählen und mit einem Preisgeld von tausend Euro auszuzeichnen
Schon nach dem ersten Kennenlernen war klar, dass wir uns alle sofort gut verstehen würden. Für uns Jugendliche fühlte es sich, trotz unserer unterschiedlichen Herkunft schon nach kurzer Zeit so an, als würden wir uns schon ewig kennen.
In unseren Gesprächen konnte jede und jeder einfach so sprechen, wie man sich wohlgefühlte, entweder auf Deutsch oder Französisch. Das hat wunderbar funktioniert und wir konnten voneinander lernen. Wir haben viel gelacht, miteinander geredet und uns über die verschiedensten Themen ausgetauscht. Es war beeindruckend, wie offen und respektvoll alle miteinander umgegangen sind. In dieser Woche sind Freundschaften entstanden, die bestimmt noch lange halten werden.
Besonders spannend waren die Diskussionen über die Kurzfilme, die wir gemeinsam angeschaut haben. Wir haben intensiv über die Filme gesprochen, nicht nur über Kameraführung, Colour Grading, Ton, Schnitt, Animationen und Schauspiel, sondern auch über die Botschaften und die Wirkung, die sie auf uns hatten. Manche Filme haben uns zum Lachen gebracht, andere zum Nachdenken. Oft haben sie aber auch für Verwirrung oder sogar Enttäuschung gesorgt. Schön war, dass jede Meinung Platz hatte und niemand für seine Sichtweise kritisiert wurde. Dadurch entstanden wirklich tiefgehende Gespräche, bei denen man auch viel mitnehmen konnte.
Wir verbrachten drei volle Tage in Straßburg. Das Programm umfasste sowohl Filmkritik und die Jury-Tätigkeit, als auch einen einzigartigen Kulturaustausch:
Dienstag, 19.11.:
Beim Animationsstudio Nojo wurden uns die verschiedensten Kurzfilme gezeigt und wir drehten sogar unseren eigenen Stop-Motion Kurzfilm.
Nach einem Besuch bei der Kooperative Kaleidoscop mit interaktiven Spielen zum Thema Nachhaltigkeit und einem offiziellen Foto-Shooting für das Festival, sahen wir bereits die ersten Courts métrages, Kurzfilme, die wir später auch bewerten sollten. Im Anschluss ging es gleich noch mit einen Langfilm - Berlin, mon village fantôme - ebenfalls im wunderschönen Jugendstil-Kino Cosmos, weiter.
Mittwoch, 20.11.:
Am darauffolgenden Vormittag setzten wir uns zunächst zu einer ersten Besprechung zusammen, um die gesehenen Filme zu diskutieren.
Danach wurden wir im Rathaus in Stellvertretung für die Bürgermeisterin von einem Kulturreferenten mit einem Buffet empfangen.
Daraufhin folgte ein Besuch bei ARTE mit Führung und Vortrag zu Courts métrages.
Am Abend sahen wir dann die zweite Sequenz von Kurzfilmen und gingen danach ins Restaurant.
Donnerstag, 21.11:
Am nächsten Morgen setzten wir uns zusammen, um die restlichen Filme zu analysieren und den Preisträgerfilm zu küren. Wir hatten einige gute Filme gesehen, jedoch fiel uns die Entscheidung nicht schwer.
An dieser Stelle gratulieren wir der Regisseurin Maja Bresink von "Donnerstag" erneut zum gelungenen Kurzfilm. Die Aufarbeitung der fehlenden Kommunikation und Nähe in der Vater-Tochter-Beziehung hatte die gesamte Schüler:innen Jury tief berührt.
Nachdem wir die Texte für die Preisverleihung auf Französisch und Deutsch verfasst hatten, blieb ein wenig Zeit, um einkaufen zu gehen und wir bekamen eine ausgiebige Stadtführung. Wir konnten viel über das Münster von Straßburg, die Zweisprachigkeit, schöne Viertel und spannende Denkmäler kennenlernen.
Als sich der Abend näherte, wurden wir in den kleinen Ort Sainte Marie-aux-Mines chauffiert. Im örtlichen Kinosaal wurden alle Preisträgerfilme ausgezeichnet. Auch wir verkündeten dem Publikum unsere Wahl des besten Kurzfilms. Anschließend sahen wir uns den schwarz-weiß Film Die endlose Nacht von Will Tremper aus dem Jahr 1963 an. Danach fuhren zum französischen Musiker Rudolphe Burger, der ebenfalls am Festival beteiligt gewesen war, um den Abend in netter Gesellschaft ausklingen zu lassen.
Das Festival war nicht nur eine Erfahrung für alle, die sich vorstellen können, später einmal in der Filmbranche zu arbeiten. Man bekam einen echten Einblick in die Welt des Films wie viel Arbeit, Kreativität und Leidenschaft hinter einer Produktion steckt und wie unterschiedlich man Geschichten erzählen kann.
Gemeinsam mit den anderen Jugendlichen sind wir durch die Altstadt spaziert, haben die französische Kultur kennengelernt und das Essen genossen. Am Ende der Woche fiel uns der Abschied richtig schwer, weil die gemeinsame Zeit so intensiv, lehrreich und schön gewesen war.
Diese Erfahrung hat uns gezeigt, wie bereichernd es ist, mit Menschen aus anderen Ländern zusammenzukommen, sich in mehreren Sprachen auszutauschen und gemeinsam über etwas zu sprechen, das uns alle begeistert, in unserem Fall Filme. Wir haben aber nicht nur viel über Filme gelernt, sondern auch über Offenheit, Zusammenarbeit und Freundschaft.























