Am Donnerstag, den 18. 12. 2025 braute sich kurz vor 11 Uhr Ungewöhnliches zusammen: alle vier 1. Klassen versammelten sich bestens gegen das kalte Nebelgrau geschützt im Eingangsbereich unserer Schule und machten sich, begleitet von 8 Lehrpersonen, auf den Weg zum Theater an der Wien beim Naschmarkt. Die Stimmung war froh und entspannt, wir waren alle neugierig auf die Familienoper, die wir gleich erleben würden: ICH BIN VINCENT! UND ICH HABE KEINE ANGST.

Ausgehend von Enne Koens‘ vielfach ausgezeichnetem gleichnamigem Roman, der sich dem Thema Mobbing behutsam und sehr humorvoll nähert, schrieben Librettistin Paula Fünfeck und Komponist Gordon Kampe eine neue Familienoper für das MusikTheater an der Wien. Beide haben in den letzten Jahren dem Genre Kinder- und Jugendoper wichtige Impulse gegeben und arbeiten nun erstmals zusammen. Die Regie lag in den Händen von Johannes Schmid, der zuletzt mit seinen Christine-Nöstlinger-Verfilmungen Geschichten vom Franz und Neue Geschichten vom Franz begeisterte.

Worum geht in der Geschichte?
Vincent ist elf und hat ein besonderes Hobby: Er weiß alles über die Natur und das Überleben in der Wildnis. Das „tägliche Überleben“ in der Schule ist allerdings gar nicht so leicht für ihn, denn er wird von seinen MitschülerInnen schikaniert. Die Witze und Tipps seiner vier imaginären Freunde Eichhörnchen, Käfer, Fohlen und Wurm helfen inzwischen auch nicht mehr weiter. Ein Lichtblick ist immerhin „Die Jacke“, die neue coole Klassenkameradin, mit der sich Vincent langsam anfreundet. Wer weiß, vielleicht werden sie sogar eine Band gründen!
Doch ausgerechnet jetzt steht eine Schullandwoche an, wo die Situation außer Kontrolle gerät. Vincent muss sich endlich seinen Ängsten stellen, was er mit Hilfe seiner neuen Freundin endlich schafft.

Wir waren beeindruckt vom frisch renovierten Theatersaal wie auch von den Sängerinnen und Sängern auf der Bühne. Besonders Alois Mühlbacher in der Hauptrolle des Vincent ließ uns mit seiner flexiblen Countertenor-Stimme staunen. Sehr eindrücklich war auch die Leistung des Arnold Schönberg Chors, verwandelt in eine bunte Gruppe von Jugendlichen. Auch die OrchestermusikerInnen liefen zur Hochform auf und so durften wir einer intensiven, herausfordernden und spannenden Vorstellung beiwohnen, bei der auch das Bühnenbild als besonders phantasievoll, detailverliebt und überraschend auffiel.

Die Aufführung dauerte etwas länger als erwartet und wurde frenetisch beklatscht und bejubelt. So kamen wir etwas verspätet aber zufrieden wieder zurück in die Schule. Ein schönes gemeinsames vorweihnachtliches Erlebnis!
Irene Dworschak und Peter Riedmann-Dworschak





