Auch in diesem Jahr, dem fünften Kriegsjahr in der Ukraine, konnten wir unsere Partnerschule in Lwiw (Lemberg) nicht besuchen. Aber wir konnten wieder eine Gruppe von Schülerinnen (es waren fast nur Mädchen) und Schülern nach Wien einladen. Etliche Familien der siebenten Klassen hatten sich bereit erklärt, ein Gastkind für eine Woche aufzunehmen.
Von 25.06. bis 02.07. verbrachten 30 ukrainische Jugendliche eine schöne und abwechslungsreiche Zeit in Wien. Sie wurden von den Familien liebevoll aufgenommen und verwöhnt.
In der Schule gab es eigenen Unterricht mit teilweise für sie ganz neuen Inhalten, z.B. Altgriechisch, Psychologie oder Experimente in Chemie. Und natürlich wurde Wien und die Umgebung besichtigt: Führungen im Rathaus, dem Wien-Museum, der Albertina und sogar beim ORF standen auf dem Programm. Bei einem ganztägigen Ausflug in den Wienerwald wanderten wir zur Burgruine Rauheneck und tauchten dann in die Stimmung des Klosters Heiligenkreuz.
Am schönsten aber war natürlich die Freizeit, die die ukrainischen und österreichischen Jugendlichen gemeinsam verbrachten (z.B. Baden in der neuen Donau, Prater oder abendliche Spaziergänge durch die Stadt). Dabei entstanden neue Freundschaften, die hoffentlich trotz der großen Entfernung noch lange bestehen bleiben.
Unser Dank gilt den Gastfamilien, die mit ihrer Gastfreundschaft, Einsatzbereitschaft und auch viel Verständnis den Gästen ein unvergessliches Erlebnis bereitet haben. Finanziell unterstützt (und damit erst ermöglicht!) wurde das Projekt vom Malteser Hospitaldienst Austria, vom OEAD-Kooperationsbüro Lwiw und von unserem Elternverein. Auch dafür vielen Dank.
Wir hoffen, dass dieser fürchterliche Krieg bald zu Ende geht. Dann können unsere Freunde in der Ukraine endlich wieder in Frieden leben – und wir können uns in Lwiw wiedersehen!











