Im Rahmen des Unterrichts im Fach Kunst und Gestaltung besuchten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 6B und 6C die Ausstellung CARE MATTERS in der Albertina. Die Schau
veranschaulicht den künstlerischen Wandel von der Feministischen Avantgarde der
1970er-Jahre zu zeitgenössischen Positionen und leistet nicht nur einen Beitrag zur Wertschätzung der mehrheitlich von Frauen verrichteten Care-Arbeit, sondern macht auch Stereotypien innerhalb der Geschlechter sowie die Konstruktion von Machtverhältnissen sichtbar. Obwohl in unserer Gesellschaft auf die Durchsetzung der Chancengleichheit von beiden Geschlechtern wert gelegt wird und viele Initiativen ergriffen werden, um die Gleichstellung sicher zu stellen, existieren nach wie vor geschlechterbezogenen Vorurteile und daraus resultierende Diskriminierungen. Künstlerinnen machen in ihren Objekten, Fotografien und Gemälden Sorgearbeit – oft unsichtbar und unter prekären Arbeitsverhältnissen verrichtet – zum zentralen Thema.
In einer Dialogführung erfuhren die Schüler*innen anschaulich inwieweit sich die Schau existenziellen Bereichen der Care-Arbeit widmet. Es wurden verschiedene Aspekte wie unter anderem die Darstellung der Küche als Symbol des Sorgealltags, die Reflexion von Mutterschaft im Kunstbetrieb, Intersektionalität sowie die Repräsentation der Geschlechter und eine damit verbundene hierarchisierende Bedeutungskonstruktionbeleuchtet und dekonstruiert.
Mag.a Constanze Greilhuber
Quelle:
Schor, Gabriele (Hg.): Care Matters. Kunst aus der Sammlung Verbund, Wien. Deutscher Kunstverlag. Berlin, 2026.



















