Forbidden Words – 7A, 7B, 7C

Ausgangspunkt für die Gestaltung der Arbeiten mit dem Titel „Forbidden Words“ der Klassen 7A, 7B und 7C im Rahmen des Unterrichts im Fach Kunst und Gestaltung bildete ein Bericht der New York Times, aus dem hervorging, dass US-Bundesbehörden eine Liste mit rund 200 Wörtern an Angestellte herausgegeben hatten mit der Aufforderung, diese Ausdrücke in offiziellen Kontexten stark einzuschränken oder zum Verschwinden zu bringen. Diese Einschränkungen betrafen insbesondere Themen wie „diversity“, „gender“ oder „climate change“ und wurden in offiziellen Dokumenten und Förderanträgen aussortiert oder umformuliert. Zu den 200 Begriffen, die laut Analysen von Regierungswebseiten entfernt oder reglementiert wurden, gehörten unter anderem „Women“ (Frauen), „Gender“ (Geschlecht), „Sex“, „racism“ (Rassismus), „identity“(Identität), „Gulf of Mexico“ (Golf von Mexico), „Black“ (Schwarz) sowie „pregnant people“ (schwangere Personen). Die Änderungen betrafen nicht nur Regierungsdokumente, sondern auch Lehrpläne an Schulen und Universitäten sowie öffentliche Webseiten. So wurden beispielsweise die Begriffe „transgender“ und „queer“ von der Webseite des National Park Services zum Stonewall National Monument gestrichen. Zudem wurden Visaanträge für internationale Studierende und Forschende restriktiver gehandhabt und der Druck auf Hochschulen massiv verschärft. Unter der aktuellen US-Regierung wurden staatliche Programme, die Diversität, Fairness und Inklusion förderten eingestellt.

Im Zuge weiterer Recherchen, Reflexionen und Diskussionen gelangten die Schüler*innen zur Erkenntnis, dass diese Richtlinien einen Angriff auf die Freiheit wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Diskurse sowie auf die Einhaltung von Menschenrechten darstellten. Sie seien ein untrügliches Zeichen für die Prioritäten dieser Regierung, nämlich den gezielten Versuch, gesellschaftliche Vielfalt aus der offiziellen Kommunikation zu verdrängen. Die Streichung dieser Begriffe würde tiefgreifende Auswirkungen auf Bildung, Forschung und gesellschaftlichen Fortschritt haben. 

Mit unterschiedlichen künstlerischen Strategien übten die Schülerinnen und Schüler Kritik an der sprachlichen Zensur, indem sie einen dieser Begriffe wählten und diesem durch eine originelle künstlerische Gestaltung Bedeutung und Gewicht verliehen. Es kamen nicht nur malerische, grafische oder plastische Techniken in Gruppen- oder Einzelarbeiten zum Einsatz, sondern es wurden auch unterschiedliche Gattungen wie Collagen, Assemblagen, Fotografien oder Mischtechniken für die facettenreichen Umsetzungen der Werke gewählt.

Mag.a art. Constanze Greilhuber

Quellen:

Yourish, Karen; Daniel, Annie; Datar, Saurabh; White, Isaac: These Words Are Disappearing in the New Trump Administration, erschienen am 7. März 2025 in The New York Times. 

Frank, Arno: Donald Trump: Diese 200 Wörter sollen aus US-Regierungsdokumenten verschwinden, erschienen am 10. März 2025 in DER SPIEGEL